Author: Nihat Yildirim, Datum: 20. November 2020, Kategorien: Allgemein, Tags: , , , ,

Crashanforderungen an zukünftige CMS


Die heutigen CMS müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Da die primäre Aufgabe jedes CMS die Energieabsorption ist, müssen folgende vorgegebenen Regularien auf Einhaltung nachgewiesen werden:
ADAC Offset, ECE-R42/R94/137, Euro-NCAP/MPDB, EEVC, FMVSS 208, GTR-9, IIHS, RCAR, US-NCAP, US-Part 581, SOL, Pfahl- und weitere herstellerspezifische Crashversuche.
Alle Versuche haben eigene crashrelevante Vorgaben. Der Einfluss der Fahrgeschwindigkeit, die geometrische Form des Trägers, das geometrische Verhältnis vom Träger zu der Barriere und das Fahrzeuggewicht spielen jeweils eine entscheidende Rolle auf das Crashverhalten. Alle Vorgaben werden vor dem Versuch in der virtuellen Umgebung auf die Fähigkeit der Energieabsorption analysiert. Dabei werden die physikalischen Größen Intrusion, Zeit, Kraft und Energie bewertet. Es werden Schleifen an Optimierungen am Konzept so oft gedreht, bis die Energieabsorption der Vorgabe des Gesamtfahrzeugkonzeptes entspricht.
Das Erreichen der vorgegebenen physikalischen Größen alleine reicht nicht aus um ein positives Crashergebnis zu erlangen. Des Weiteren sind folgende Anforderungen zu erfüllen:
• Keine Bruchbildung von Werkstücken aus dem Verbund,
• Erhalt des Zugverbundes nach dem Crash,
• Kontrolliertes Falten der Crashboxen und keine Rissbildung,
• Kein Knicken des Systems in jegliche Richtung,
• Max. Energieabbau um im LowSpeed nicht den Rohbau zu beschädigen und im Highspeed nicht die Insassen zu gefährden.

Bild1: Crashergebnis eines Heckmoduls